Chinesische Zentralbank senkte Leitzins auf 4,6% PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 25. August 2015 um 16:49 Uhr

Die Chinesische Zentralbank senkte heute morgen den Leitzins um weitere 0,25% auf 4,6% ab. Damit sollen in erster Linie die Geschäftsbanken über günstigere Liquidität verfügen, die sie im zweiten Schritt kurz und mittelfristig an die chinesischen Unternehmen weiterleiten sollen bzw. könnten.

 
China, Japan, DAX und DOW im Korrekturmodus PDF Drucken E-Mail
Montag, den 24. August 2015 um 15:38 Uhr

Ein Schwarzer Montag weltweit an den Börsen, aber nicht der große Crash an sich. Nachdem die asiatischen Börsen in China mit 5,3% und 8,5% und Japan mit 4,6% am frühen Morgenhandel kontinuierlich den Abwärtstrend antraten, eröffnete der DAX auch gleich zu Beginn unter 10.000 Punkten bei rund 9.760 Punkten. Nach anfänglichen mehrstündlichen Versuchen die 9.900 Unterstützungsmarke zu halten, ging es beim DAX im Nachmittagverlauf kontinuierlich abwärts. Insbesondere bei US-Börseneröffnung brach der DAX dann sehr rapide deutlich durch computergestützte Verkäufe massiv auf rund 9.360 Punkten ein, während der Dow Jones ebenfalls massiv mit -5.5 % auf 15.370 Punkte fiel. Seltsamerweise wurde der Handel wohl an der US-Börse aufgrund einer schnellen individuellen Einzelfallentscheidung beim Unterschreiten der -5 % Marke dann doch nicht ausgesetzt. Diese Maßnahme erwies sich bereits wenige Minuten darauf als äußerst sinnvoll. Der Dow konnte die 16.000 Marke wieder erklimmen. Auch der DAX stieg im Zuge dessen auf über 9.500 Punkte. Der Euro gewinnt dabei massiv an Stärke und notiert zur Zeit sogar bei rund 1,16 Dollar je Euro. Damit befindet sich sowohl die US-Börse nach Unterschreiten ihres langfristigen 10 Monats-Durchschnitts und der DAX eindeutig im Korrekturmodus. Dieser könnte sich in der Regel noch die nächsten paar Tage fortsetzen und den DAX auf rund 8.200 Punkte führen, sofern nicht weitere chinesische Interventionen und Käufe auf den US-und deutschen Börsen den gegenwärtigen Abwärtstrend abfedern und es so bereits zu einer Bodenbildung kommt ... Soeben erklimmt der DAX 1 Stunde nach US-Börseneröffnung bereits wieder die 9.750er Marke. Alles in allem ein sehr volatiler Handel. 

 
Bundestag stimmt für ein 3. Kreditpaket an Griechenland PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 19. August 2015 um 17:14 Uhr

Mit 453 - "Ja"-Stimmen und 113 Gegenstimmen erteilte der Bundestag seine Einwilligung zur Auszahlung eines 3. Kredits an Griechenland. Das Kreditvolumina beläuft sich auf 86 Mrd. Euro. Nahezu 50 Mrd. Euro werden der Umschuldung von Alt-in Neukrediten dienen. Bis zu 25 Mrd. Euro sollen zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit in den maroden Bankensektor fließen. Die verbleibenden 11 Mrd. Euro stehen dem griechischen Staat zur Zahlung von personellen Verpflichtungen und für Maßnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft zur Disposition. Ob es einen 4. Kredit an Griechenland respektive im Wortlaut eine weitere mögliche Erleichterung der griechischen Schuldenlast geben würde, antworte der Bundesfinanzminister Dr. Schäuble, dass es noch Spielraum geben würde, wenn auch nicht einen allzu großen.

 
China wertet Yuan um weitere 1,1 % ab PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 13. August 2015 um 06:15 Uhr

Den dritten Tag in Folge hat China die eigene Währung gegenüber dem US-Dollar abgewertet. Dieses Mal um weitere 1,1 %. Die chinesische Notenbank behalte sich bei ihrer Wechselkurspolitik jeder Zeit eine Schwankungsbreite von 2 % vor.

 
China senkt Yuan erneut ab PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 12. August 2015 um 08:52 Uhr

Während in Europa das Augenmerk auf Griechenland lag, korrigierte der chinesische Börsenindex, der Shanghai Composite, binnen eines Monats um 32,4%. Erst eine starke Intervention der chinesischen Notenbank ließ diese 3.500er Shanghai Composite Marke halten. Zuvor hatte sich die Chinesische Börse binnen 1 Jahres mehr als verdoppelt. So stieg der Index von 2.193 Punkten im Juni diesen Jahres auf sein Allzeithoch von 5.178 Punkten.

Nach solch einem hohen Anstieg hätte der Markt für gewöhnlich ein Potential für eine 50% Korrektur gehabt. Doch der chinesische Leitzins wurde Ende Juni um -0,25% auf 4,85 % gesenkt. Außerdem stellte die chinesische Regierung umgerechnet 483 Mrd. Dollar zur Stützung der chinesischen Wirtschaft zur Verfügung. Aktien wurden zu Beginn vom Börsenhandel ausgesetzt. Kredite an Broker vergeben, damit sie große Börsentitel erwerben konnten. Die chinesische Securities Finance Corporation (CSF) sollte zur weiteren Stützung in nicht näher genannter Größe mittlere und kleinere Unternehmen kaufen. Das schwächelnde chinesische Wirtschaftswachstum sollte durch die Erhöhung von Staatsausgaben und durch Beschleunigung von Investitionen in Infrastruktur angekurbelt werden.

Als dann im Juli die chinesischen Exporte um 8,3 % im Vergleich zum Juli des Vorjahres sanken und der Verband der chinesischen Automobilindustrie (CAAM) bekanntgab, dass die Autoexporte um 16,3 % im Jahresvergleich (13,5 % in der ersten Jahreshälfte 2015) sanken, teilte die chinesische Notenbank gestern mit, mit einer Währungsintervention ihre Exportwirtschaft stützen zu wollen. Die Landeswährung solle dem Wortlauf nach "dem Markt anpaßt werden". Daher wurde gestern der Yuan um 2 % gegenüber dem US-Dollar abgewertet. Die exportlastige deutsche Börsenindex, der DAX, korrigierte daraufhin mit 2,68% und schloß mit 11.293 Punkten.

Nun senkte heute die chinesische Notenbank erneut wieder den Yuan um weitere 1,6 % gegenüber dem US-Dollar ab. Der DAX verliert daher gegenwärtig rund erneut um die 2,5 % und liegt leicht oberhalb der 11.000 Marke. Der Euro steigt um rund 0,9 % und notiert bei 1,1131 $ je Euro.

Davon abgesehen hält China rund 3,82 Billionen US-Dollar als Währungsreserve. Mit diesen beiden Währungsinterventionen von insgesamt 3,6 % stärkt das rohstoffinteressierte China nicht nur seine Exportwirtschaft, sondern erhöht damit auch gleichzeitig real die Kaufkraft seiner Dollar Reserven um 138 Mrd. US-Dollar.

 
Griechenland bekommt 7 Mrd. Euro vom EFSM PDF Drucken E-Mail
Freitag, den 17. Juli 2015 um 05:51 Uhr

Um am Montag eine 3.5 Mrd. Euro schwere EZB Euro-Anleihe bedienen zu können, erhält Griechenland vom wiederbelebten EFSM-Fond einen Kredit von 7 Mrd Euro. Der 60 Mrd. schwere EFSM-Fonds vergab bisher 46,8 Mrd. an Irland und Portugal. Zur Finanzierung des EFSM begibt die EU-Kommission neue Anleihen und verleiht dieses Geld dem hilfsbedürftigem Staat. Damit kann Griechenland eine heute fällige 350 Mio. Euro Zahlung an den IWF leisten. Mit den 7 Mrd. Euro soll Griechenland seinen Verpflichtungen bis Ende Juli nachkommen können. Griechenland wird bis Mitte August einen Finanzbedarf von 12 Mrd. Euro haben. 

Zwischenzeitlich wird davon ausgegangen, dass nach der erfolgten Zusage Griechenlands, für Reformen bereit zu sein, ein 3. drei Jahre lang dauerndes Hilfpaket vom ESM i.H.v. bis zu 86 Mrd. Euro durchgewunken wird. Damit soll erst ein Mal eine Insolvenz Griechenlands und ein möglicher Austritt aus dem Euro mit der Folge der Aufspaltung Europas in Nord-und Südländer verhindert werden. 

 
EZB beläßt Leitzins weiterhin bei 0,05 % PDF Drucken E-Mail
Freitag, den 17. Juli 2015 um 05:19 Uhr

Die EZB hat gestern den Leitzins weiterhin bei 0,05 % belassen. Weiterhin hat sie auf Bitten der griechischen Zentralbank beschlossen, diese eine Woche lang mit zusätzlichen 900 Mio Euro Liquidität zu versorgen. 

 
Griechenland beim IWF in Zahlungsverzug PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 01. Juli 2015 um 13:52 Uhr

Seit Mitternacht ist Griechenland beim IWF (Internationaler Währungsfond) wegen einer ausstehenden Rückzahlungsrate in Höhe von rund 1.6 Mrd. Euro in Zahlungsverzug. Ein Sprecher des IWF stellt bereits in einer kurzen Mitteilung den Zahlungsverzug fest. Alexis Tsipras, der Ministerpräsident Griechenlands, habe den IWF bereits um einen Zahlungsaufschub gebeten. Griechenland schuldet dem IWF noch dieses Jahr 6.2 Mrd. Dollar zuzüglich weitere 26 Mrd. Dollar binnen der nächsten 10 Jahre. Damit ist seit Gründung des IWF in 1945 (einer Sonderorganisation der Vereinten Nationen) Griechenland die erste in Zahlungsverzug geratene Industrienation. Ebenso stellt Griechenland den größten und massivsten Hauptschuldner des IWF dar. Laut Statuten des IWF könnte Griechenland unter Umständen einen Zahlungsaufschub um bis zu 10 Jahren erhalten. Im ungünstigsten Fall wird Griechenland die Mitgliedschaft im IWF entzogen.

Als Konsequenz des aktuellen Zahlungsverzugs beim IWF erhält Griechenland die unter gewissen Auflagen bereits zugesagten 3.7 Mrd. Euro aus dem aktuell ausgelaufenen EFSF-Programm nicht mehr.  Laut der Financial Times soll Alexis Tsirpras zwischenzeitlich gegenüber der Troika (EU-Kommission, EZB und IWF) zu einem Großteil der bisher geforderten Sparmaßnahmen zugestimmt bzw. sie in leicht modifizierter Form zur Annahme vorgelegt haben. Damit könnte Griechenland den ESM (Europäischer Stabilitätsmechanismus, ein Teil des Euro-Rettungsschirms bzw. sogenannte “Euro-Hilfsfonds“ für überschuldete Euro-Mitgliedsstaaten) um ein 3. Hilfsprogramm in Höhe von rund 30 Mrd. Euro bitten.

Am theoretisch 705 Mrd. Euro schweren ESM hält und trägt Deutschland rund 27%, Frankreich 20%, Italien 18%, Spanien ca. 12 %, Niederlande 5,7 % bishin zu Griechenland selbst 2,79 % des Haftungskapitals. Lediglich ein Bruchteil des Haftungskapitals mußte tatsächlich als Einzahlung in den ESM erbracht werden. So hat Deutschland von seinem gegenwärtigen 27%-igen Haftungsanteil (von rund 190 Mrd.) lediglich 21.7 Euro eingezahlt. Griechenland leistete für seine rund 19.7 Mrd. Euro ESM-Haftung 2,3 Mrd. Euro. Insgesamt wurden 2014 rund 80 Mrd. Euro in den ESM eingezahlt. Die verbleibenden Summen sind abrufbare Bürgschaften der am ESM beteiligten Euro-Länder.

Bereits am 20.07.2015 wird Griechenland eine 3.5 Mrd. schwere Euro-Anleihe der EZB zu bedienen haben. Bezahlt der griechische Staat diese Forderung nicht, könnte die EZB den griechischen Banken vollständig den Geldfluß versiegen lassen. Damit wäre Griechenland de facto insolvent. Griechenland könnte den Geschäftsverkehr seiner Banken auf Euro-Basis nicht mehr aufrechterhalten. Es sei denn der ESM prolongiert die bevorstehende Insolvenz und stellt Griechenland weitere Gelder zur Verfügung.

 
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