Frankreich: "Nullwachstum" im 3. und 4. Quartal 2012 erwartet PDF Drucken E-Mail
Freitag, den 05. Oktober 2012 um 14:50 Uhr

Die französische Statistikbehörde Insee teilte mit, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft Europas im 2. Quartal 2012 kein Wachstum vorweisen konnte. Weiterhin erwarte man im 3. und 4. Quartal dieses Jahres keine nennenswerte Verbesserung der Lage. Damit würde die französische Wirtschaft erstmals 5 Quartale in Folge einer anhaltenden Stagnation in Form von Nullwachstum ausgesetzt sein (3. Q. 2011: 0,2 % , 4. Q. 2011: 0 %,( BIP Jahr 2011: 1,7 %), 1. Q. 2012: 0 %, 2. Q. 2012: 0 %, Erwartungen: 3. Q. 2012: 0%, 4. Q. 2012: 0%, (BIP Jahr 2012: von 0,4% auf 0,2 % gesenkt)).

Damit sind die ambitionierten wirtschaftlichen Ziele des französischen Staatspräsidenten und ehemaligen Wirtschaftsprofessors (1988-1991) François Hollande für das Jahr 2013 in Gefahr. Ursprünglich sah der Etat eine Kombination aus Wirtschaftswachstum und Steuererhöhung vor, so dass die Neuverschuldung bereits in 2013 unter dem 3 % Maastricht-Kriterium liegen solle. Realisiert werden sollte das bisher mit Ausgabenkürzungen im Umfang von insgesamt 38 Mrd. Euro. 

 
EZB beläßt Leitzins erneut bei 0,75 % PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 04. Oktober 2012 um 16:22 Uhr

Der Rat der Europäischen Zentralbank hat am Donnerstag in der slowenischen Stadt Ljubljana getagt und beschlossen, den Leitzins unverändert bei 0,75 % zu belassen (Grafik der Leitzinsentwicklung von 2006-2012).

 
Bundespräsident Gauck unterzeichnet ESM-Urkunde PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 27. September 2012 um 19:09 Uhr

Der Bundespräsident Gauck (Theologe und bis 2012 Vorsitzender der Vereinigung: "Gegen Vergessen - Für Demokratie") unterzeichnete am Donnerstag die Urkunde zur Ratifizierung des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM). Der ESM tritt damit ab dem 8. Oktober 2012 in Kraft und ersetzt dann permanent den vorübergehenden EFSF-Rettungsschirm. Die deutsche Haftungsgrenze soll zunächst 190 Milliarden Euro betragen (weitere Bedingungen zur ESM-Teilnahme im folgenden Artikel).

 
FED lockert ihre Geldpolitik weiter PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 13. September 2012 um 22:33 Uhr

Die amerikanische Notenbank (FED) konnte teilweise die Erwartung zur Lockerung der expansiven Geldpolitik erfüllen. Zur weiteren Ankurbelung der schwachen Konjunktur soll die Niedrigstzinsphase des Leitzinses von Null bis 0,25 Prozent bis Ende 2015 verlängert werden. Weiterhin will man dem kriselnden Immobilienmarkt mit monatlichen Aufkäufen von hypothekenbesicherten Wertpapieren im Umfang von 40 Mrd. Dollar unter die Arme greifen. Erst wenn sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt deutlich gebessert haben sollte, würde man das Kaufprogramm einstellen, teilte die FED am Donnerstag mit. Mit der Umschichtung von kurz-in langfristige Staatsanleihen soll weiter fortgefahren werden. Dabei vermied es der Notenbank-Chef Bernanke auf das von den Börsen erhoffe Quantitative Easing 3 zum Aufkauf von Staatsanleihen explizit einzugehen.

 
ESM unter Vorbehalt genehmigt PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 12. September 2012 um 11:04 Uhr

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat die Eilanträge gegen den dauerhaften ESM unter Vorbehalt abgelehnt. Die Obergrenze für die Haftung Deutschlands solle bei 190 Mrd. € liegen. Höhere Risiken sollen nach Zustimmung des Bundestages erfolgen. 

 
Moody's senkt Ratingausblick für Eurozone auf negativ PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 04. September 2012 um 01:23 Uhr

Die Ratingagentur Moody’s hat am späten Montagabend den „AAA“-Ausblick für die komplette Eurozone von „stabil“ auf „negativ“ gesetzt.

Bereits am 23.Juli wurde der Ausblick von Deutschland und den Niederlanden auf negativ gesenkt. Nun folgten die restlichen Länder. Maßgeblicher Hintergrund ist der neu hinzugekommene negative Ausblick  von Frankreich und Großbritannien. Denn die vier „AAA“ Mitgliedsstaaten Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die Niederlande tragen mit 45% zum gesamten EU-Haushalt bei. Würde es in der EU-Schuldenkrise zu weiteren extremen Belastungen wie Kreditausfällen kommen, wären in den rettenden Mitgliedsstaaten mit Liquiditätskrisen und Spannungen zu rechnen. Dementsprechend paßt Moody’s den Ausblick der gesamten Eurozone der Kreditwürdigkeit der stärksten Mitgliedsstaaten von „stabil“ auf „negativ“ an.

Damit könnten in naher Zukunft Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die Niederlande Ihr "AAA"-Rating verlieren.


 
EZB beläßt Leitzins weiter auf 0.75 % PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 02. August 2012 um 18:34 Uhr

Die EZB beläßt weiterhin den Leitzins auf dem niedrigen Niveau von 0,75%. Eine weitere Senkung zum gegenwärtigen Zeitpunkt sei nicht angebracht. Ebenso wurden die von Mario Draghi geschürten Hoffnungen, die EZB würde Anleihen von Krisenstaaten am Markt aufkaufen, nicht erfüllt. Jedoch sei die EZB zu angemessenen Interventionen bereit.

 
Moody's senkt Italien-Rating um 2 Noten PDF Drucken E-Mail
Freitag, den 13. Juli 2012 um 10:26 Uhr

Die Ratingagentur Moody’s stuft Italien um 2 Noten von A3 auf Baa2 ab. Im Vergleich zur letzten Bewertung Italiens vor 5 Monaten erwarte Moody’s höhere Refinanzierungskosten bei italienischen Staatsschulden. Sinkendes Vertrauen in Italien könne laut Moody’s zu einem Rückzug der Investoren oder selbst Verlustes des Zugangs zu den Finanzmärkten führen. Das Umfeld hätte sich verschlechtert. Das Risiko des  Ausstiegs Griechenlands aus dem Euro sei gestiegen. Beim spanischen Bankensystem würde man höherere Verluste erwarten. Auch der kurzfristige Ausblick Italiens hätte sich durch das schwächere Wachstum und höhere Arbeitslosenzahlen verschlechtert. Daher bewerte Moody’s Italiens weiteren Ausblick mit negativ.

 
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